Aktuell: Aktivchlor

Der ursprüngliche Wirkstoff “Aktives Chlor aus der Reaktion von Hypochlorsäure und Natriumhypochlorit hergestellt in situ“ wurde aufgeteilt in zwei neu definierte Wirkstoffe.

„Aktivchlor, hergestellt aus Natriumchlorid mittels Elektrolyse“ bezieht sich demnach auf die Geräte zur Herstellung von Aktivchlor direkt am Einsatzort.

„Aktives Chlor freigesetzt aus Hypochloriger Säure“ definiert Lösungen von Aktivchlor, die durch Elektrolyse erzeugt und anschließend abgefüllt und/oder transportiert werden.

Wie vermarkten Sie rechtskonform bezüglich Artikel 95 BPR?

Vor der Neudefinition der Aktivchlor-Wirkstoffe war es ausreichend, Salz von einem unter Artikel 95 BPR gelisteten Hersteller zu verwenden. Dieses Vorgehen gilt für „Aktives Chlor freigesetzt aus Hypochloriger Säure“ nicht mehr!

Wir beraten Sie gerne zu Ihren Fragen bezüglich Konformität mit Artikel 95 BPR.

Zulassung von Biozidprodukten basierend auf Aktivchlor

Das Biocidal Products Committee der ECHA hat bereits im April 2018 die Genehmigung der Wirkstoffe „Aktivchlor, hergestellt aus Natriumchlorid mittels Elektrolyse“ und „Aktives Chlor freigesetzt aus Hypochloriger Säure“ befürwortet. Die endgültige Genehmigung der Wirkstoffe verzögert sich aufgrund der Nachforderung von Daten durch die ECHA.

Nach der Genehmigung wird sich eine etwa zweijährige Übergangsphase anschließen, innerhalb der Sie Ihre Biozidprodukte in denjenigen Ländern registrieren müssen, in denen Sie sie auch zukünftig nach der Zulassung vermarkten wollen (hier).

Die Zulassung eines Biozidproduktes basierend auf Aktivchlor erfolgt zum Beispiel als nationale Zulassung, gegenseitige Anerkennung, Unionszulassung, Beteiligung an einer Produktzulassung von einem oder mehreren Produkttypen oder Anwenderkategorien und mehr. Gerne können Sie sich bei Fragen zur Zulassung von Biozidprodukten basierend auf aktivem Chlor an uns wenden (hier).